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OTXWORLD Plus

Sind Webinare noch im Trend?

Fort- und Weiterbildungen sichern die Qualität im Gesundheitswesen. Zudem stellen sie eine ideale Gelegenheit dar, das berufliche Netzwerk zu pflegen. Im digitalen Zeitalter drängen aber neue Lernformen in den Vordergrund. Dazu zählen die Webinare. Wie etabliert sind sie? OTXWORLD befragte einen Anbieter, einen Kunden und einen Nutzer. Interview: Markus Meier / Fotos: zVg

 

Donat Baur

Donat Baur
Mitinhaber und Geschäftsführer Swisswebinar GmbH, Wangen

Nicolai Zanetti

Nicolai Zanetti
Marketingleiter «ebi-pharm ag», Kirchlindach

Dr. med. Alexander Turk

Dr. med. Alexander Turk
Präsident der Lunge Zürich, Chefarzt Zürcher Rehazentrum Wald

 

Interview mit Nicolai Zanetti

Seit wie lange setzen Sie Webinare ein?

Wir haben bereits im 2013 die ersten Webinare exklusiv für medizinische Fachpersonen angeboten. Bis heute wurden von «ebi-pharm» 26 Webinar-Termine zu 18 unterschiedlichen Themen durchgeführt.

Wenn wollen Sie damit ansprechen und wie bewerben Sie diese Webinare?

Die Webinare richten sich an interessierte Apotheker, Drogisten, Pharma-Assistentinnen, sowie Therapeuten. Drogisten schätzen v.a. auch die Akkreditierung durch den Schweizerischen Drogistenverband SDV mit Stern-Punkten. Die Webinare werden durch unseren Aussendienst, in den hauseigenen Medien, z.B. via Hauszeitschrift «ebi-forum», Homepage, Newsletter, sowie in einzelnen Fachmedien beworben.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Webinaren gemacht?

Von Beginn weg wurden die Webinare von unseren Kunden sehr geschätzt. Die Webinare sind äusserst praxisorientiert ausgerichtet. Innert rund 45 Minuten wird der interessierten Fachperson ein einfach umsetzbares Therapiekonzept in einem bestimmten Themenbereich so vorgestellt, dass es bereits am nächsten Tag im Fachgeschäft oder in der Praxis angewendet werden kann. Weitere Erfolgsfaktoren sind selbstverständlich die kompetenten Referenten und die dem Webinar angepasste Rhetorik bzw. Präsentationsform.

Welche Anbieter haben Sie bis jetzt ausprobiert?

Wir haben von Beginn an mit swisswebinar.ch zusammen gearbeitet. Wir waren damals einer der absolut ersten Anbieter von Webinaren über diese Plattform. Swisswebinar bietet uns eine professionelle Umgebung zu fairen Preisen. Ohne dass bei uns fixe Lizenzkosten anfallen.

Welche Entwicklung erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?

Den Fachpersonen steht immer weniger Zeit für die Fortbildung an einzelnen Seminaren zur Verfügung. Das Angebot an Seminaren ist gleichzeitig sehr gross. Für uns wird wichtig sein, dass wir die unterschiedlichen Lernformen gezielt kombinieren, dem Lernziel entsprechend wählen und den unterschiedlichen Bedürfnissen der potenziellen Teilnehmern entsprechend anbieten. Tendenziell wird der Anteil E-Learning, also Webinare und HTML-Module, zunehmen. Entscheidend wird nach wie vor sein, dass wir mit den Themen und Inhalten unserer Seminare den Nerv der Zeit treffen.

Werden die Webinare die klassischen Face-to-Face-Fortbildungen verdrängen?

Niemals. Gerade «ebi-pharm» vermittelt komplexe Therapiekonzepte sowie die Vernetzung einzelner Therapierichtungen in der Komplementärmedizin, bei denen eine Präsenzschulung unabdingbar ist. Weiter wird bei Präsenzschulungen vor allem auch der Austausch zwischen den Teilnehmern oder neudeutsch das Networking sehr geschätzt. «ebi-pharm» bietet im 2016 rund 90 Seminartage, 12 Webinar-Termine sowie diverse E-Learning-Module zu unterschiedlichen Themen auf http://e-learning.ebi-pharm.ch an.

> Interview D. Baur
> Interview A. Turk

 

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